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Generalverdacht

Dass der Generalverdacht ein wichtiges Thema ist, wurde uns, dem Team des Projektes „Männer in Kinderläden“ der BAGE, in unserer 3-jährigen Projektlaufzeit immer wieder deutlich: In zahlreichen Gesprächen mit Erzieher_innen, in Prozessbegleitungen mit Kita-Teams und im Arbeitskreis Männer. Der Begriff ‚Generalverdacht‘ beschreibt den generalisierten Verdacht, dass jeder Mann ein potentieller Missbraucher ist. Aufbauend auf den Tatsachen, dass es sexuellen Missbrauch an Kindern gibt, dass dieser zum großen Teil von Männern ausgeübt wird und dass es ein historisch gewachsenes Rollenbild vom Mann als „Täter“ gibt, wird der Verdacht von einzelnen Tätern auf alle Männer generalisiert. In der Praxis hat der Generalverdacht weitreichende Folgen für die pädagogische Arbeit von Kita-Teams und hält Männer und interessierte Jugendliche davon ab, den Erzieherberuf zu ergreifen, weil sie Angst vor Verdächtigungen haben.

„Ich glaube, dass es gar nicht so das Problem dann in der Situation ist, sondern vielleicht eher, war ja auch zum Beispiel für die Berufswahl angesprochen, dass das ein Punkt ist, der Männer dazu bewegt, diesen Job nicht anzunehmen. Weil sie ja einfach nicht in diesen Generalverdacht reinwollen und gar keine Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen und erstmal Vertrauen erwerben zu müssen. Das könnte ein Grund sein in meinen Augen, der das ein bisschen erschwert“. (Vater)

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  • Der Generalverdacht und seine Folgen für die pädagogische Arbeit

Ergebnisse aus den Interviews

Gerade in den Köpfen der Männer ist das Thema Generalverdacht sehr präsent, so dass wir viele Gespräche mit Erziehern geführt haben, die einen Umgang mit dem Thema finden wollten. Obwohl wir in den Interviews mit Erzieher_innen keine direkte Frage zum Generalverdacht gestellt haben, sind viele der Gespräche dennoch bei dem Thema hängen geblieben. Wir wollen euch auf den folgenden Seiten die Ergebnisse aus diesen Gesprächen zeigen.